Bau-Logistik auf Schienen

25.01.2010

Bauteile für die Rollbrücken werden per Zug geliefert

 

Die eigentliche Premiere fand schon im letzten Jahr statt: Ende Dezember wurden die ersten zwölf Betonfertigteile von über 400 Stück für die neuen Rollbrücken Ost und West 1 angeliefert. Diese Brückenbauwerke überspannen die Autobahn A3 und die ICE-Trasse und verbinden die neue Landebahn Nordwest mit dem bestehenden Flughafengelände. Der erste Zug mit einem Gesamtgewicht von rund 1000 Tonnen erreichte am 18. Dezember das Containerterminal in der Cargo City Süd. Diese erste Anlieferung wurde überwacht von DB Schenker Vertretern und Roland Schwarz, der neben seiner Funktion als Leiter des Technischen Anlagemanagement auch die des Eisenbahnbetriebsleiter inne hat.

Mit der Entladung des Zuges am 18. Januar beginnt die regelmäßige Anlieferung der Betonfertigteile auf Schienen. Jedes Fertigteil wiegt zwischen 75 und 90 Tonnen und ist zwischen 26 und 32 Meter lang. Dies entspricht in etwa der Länge und dem Gewicht eines Pottwals. Der Transport per Bahn hat ökonomische wie ökologische Vorteile: Auf der Straße könnte man nur ein Betonfertigteil pro LKW (Schwerlasttransport) transportieren. Auf den Schienen ist ein Transport von 12 Teilen pro Zug möglich, der in Neumarkt/Oberpfalz am Fertigungswerk der Firma Max Bögl startet und in der Cargo City Süd entladen wird. Bis Mitte März wird viermal pro Woche der Transport erfolgen, bis alle 400 Betonfertigteile am Frankfurter Flughafen angeliefert sind. Der von Fraport verantwortliche Projektleiter der Rollbrücken zeigte sich zufrieden. "Die erste Anlieferung und Entladung ist problemlos verlaufen. Einer termingerechten Fertigstellung der Rollbrücken steht somit aus logistischer Sicht nichts im Wege."

Brückenpfeiler für Nordwest Landebahn

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