FRA/km – Die Fraport AG hat im vergangenen Jahr ihre Rolle als Wirtschaftsmotor für das Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus weiter ausgebaut. Das Unternehmen erteilte in 2009 Firmenaufträge mit einem Gesamtvolumen von 1,14 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2008 entspricht dies einer Steigerung der Ausgaben für den Frankfurter Flughafen um 39,5 Prozent. Im Jahr 2010 peilt der Flughafen-Betreiber ein ähnlich hohes Auftragsvolumen an.
"Auf der einen Seite stärken wir mit unseren Investitionen den Standort Flughafen Frankfurt, indem wir ihn fit für die Zukunft machen. Auf der anderen Seite sichern wir mit unseren Aufträgen viele tausend Arbeitsplätze insbesondere in den mittelständischen Betrieben im Flughafen-Umland", erklärte der Vorsitzende der Fraport AG, Dr. Stefan Schulte. So sichern eine Milliarde Euro Investitionen am Frankfurter Flughafen pro Jahr nach vorliegenden Schätzungen mehr als 25.000 Arbeitsplätze bei den beauftragten Unternehmen.
"Die Fraport-Investitionen sind gerade in der aktuell wirtschaftlich schwierigen Zeit für viele mittelständische Unternehmen immens wichtig und sind somit ein privat finanziertes Konjunkturpaket", sagte der Fraport-Chef.
Rund 71 Prozent des Auftragsvolumens im zurückliegenden Jahr, insgesamt über 800 Millionen Euro, gingen im Wettbewerb an Firmen in der Rhein-Main-Region. 2008 waren es 66,3 Prozent gewesen. "Diese Entwicklung zeugt einerseits von der Konkurrenzfähigkeit der heimischen Firmen, andererseits belegt sie eindrucksvoll die immense Bedeutung des Flughafens für die Wirtschaftskraft der Region", betonte Schulte.
Die vom Flughafenbetreiber vergebenen Aufträge gingen im vergangenen Jahr vor allem an kleinere Firmen. 92,2 Prozent aller Aufträge hatten einen Wert von maximal 10.000 Euro. Auf diese Weise konnte die Existenzfähigkeit zahlreicher mittelständischer Betriebe gesichert werden.
Vor allem wegen der zahlreichen Um- und Ausbaumaßnahmen, die derzeit am Airport Frankfurt durchgeführt werden, stieg das Auftragsvolumen 2009 auf Rekordhöhe. So erreichte allein das Volumen für die Aufträge für den Bau der neuen Landebahn Nordwest eine Höhe von rund 75 Millionen Euro. Für naturschutzrechtliche Maßnahmen gab Fraport 45 Millionen Euro aus.
Im Einzelnen setzten sich die Einkäufe der Fraport AG 2009 wie folgt zusammen: Mit 557 Millionen Euro bildeten Aufträge an Bauunternehmen den größten Posten. 297,1 Millionen Euro wurden für den "Allgemeinen Einkauf" veranschlagt, darauf folgten Ausgaben für Architekten-, Ingenieurs- und Beraterleistungen in Höhe von 120,8 Millionen Euro. Das restliche Einkaufsvolumen verteilte sich auf die Einzelposten Bauinstandhaltung, IT-Einkauf sowie technische Lieferungen und Leistungen.
Auch für 2010 plant Fraport, Aufträge in Höhe von ca. einer Milliarde Euro zu vergeben. "In diesem Jahr werden wir ebenfalls mit unseren Investitionen entscheidende Impulse für die Wirtschaftsentwicklung in der Rhein-Main-Region setzen", erklärte Schulte abschließend