Angesichts der heute schon existierenden Engpässe zu Spitzenzeiten nutzen wir jede Möglichkeit, unsere Kapazitäten zu verbessern.
Mit der Einführung des neuen Landeverfahrens "High Approach Landing System / Dual Threshold Operation" (HALS / DTOP) können wir das bestehende Parallelbahn-System noch besser als bisher nutzen.
Um den Verkehr am Boden (Rollverkehr) noch besser steuern und koordinieren zu können, planen wir den Einsatz des neuen Rollverkehrs-Führungssystems TACSYS (Taxi and Control System) mit den beiden Komponenten CAPTS und ETNA. CAPTS (Cooperative Area Precision Tracking System) ermöglicht die exakte Ortung und Führung von Flugzeugen in Echtzeit. ETNA (Electronic Taxiway Navigation Array) ist ein Navigations- und Führungs-System für Fahrzeuge auf dem Vorfeld. Das System dient in erster Linie der Sicherheit am Boden, kann aber auch dazu beitragen, Kapazitäten noch besser als bisher zu nutzen.
Eine weitere Option zur mittelfristigen Kapazitätsentlastung bietet möglicherweise die Kooperation mit dem Flughafen Frankfurt-Hahn im Hunsrück. Die Fraport AG hält 73,07 Prozent der Gesellschaftsanteile dieses Airports. Zur Zeit untersuchen wir, inwieweit Teile des Fracht- und Charterverkehrs insbesondere zu Abend- und Nachtzeiten von Hahn übernommen werden können.
Ähnlich wie bei der Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Schiene reichen aber alle diese Maßnahmen nicht aus, um das nachgefragte Kapazitäts-Ziel von 120 Flugbewegungen pro Stunde nur entfernt zu erreichen. Deshalb gibt es zum Ausbau keine Alternative.