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Wieso verlagert man den Luftverkehr nicht stärker auf die Schiene?

Genau das tun wir durch die konsequente Umsetzung intermodaler Verkehrskonzepte. "Intermodalität" steht dabei für die Vernetzung unterschiedlicher Verkehrssysteme. Wegweisend für die Zukunft des "Intermodalen Verkehrshafen Frankfurt" ist unser Fernbahnhof im AIRail Terminal. Mit dem weiteren Ausbau des europäischen Schnellbahnnetzes wird der Flughafen Frankfurt zu einem der wichtigsten integrierten Verkehrszentren des Kontinents werden.

Ein Meilenstein auf diesem Weg war das Kooperationsabkommen zwischen Lufthansa und der Deutschen Bahn aus dem Jahr 1998: Die Bahn soll für Flugpassagiere attraktiver werden und Flug- und Bahnverbindungen sollen in Zukunft nahtlos ineinander greifen. Erste Erfolge dieses Konzepts sind bereits zu verzeichnen. Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl der innerdeutschen Flugbewegungen in 1999 um 1,4 Prozent zurück und stagnierte in 2000 auf diesem Niveau, während insgesamt gesehen die Zahl der Bewegungen deutlich zunahm. Seit März 2001 läuft das Projekt "Zug zum Flug" zwischen Stuttgart Hauptbahnhof und FRA, bei dem die Passagiere bereits im Bahnhof einchecken und in Frankfurt direkt ins Flugzeug umsteigen können. Das Gepäck wird dabei automatisch umgeladen.
Seit Mai 2003 wird "Zug zum Flug" auch auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen FRA und Köln angeboten, wodurch in Zukunft auch eine engere Zusammenarbeit der Flughäfen von Frankfurt und Köln möglich werden könnte. Insgesamt hat sich der Anteil der Passagiere in Frankfurt, die den ICE zur Anreise nutzen, in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich erhöht: Während 1999 gerade einmal 3% der Reisenden den ICE nutzen, waren es 2004 schon 16%.

Dennoch halten Lufthansa und Fraport an einem weiteren Ausbau des Flughafens fest, da durch die Verlagerung von Ultrakurzstreckenflügen die Kapazitätsengpässe nicht beseitigt werden können. Lediglich ca. 20.000 Flugbewegungen im Jahr werden hierdurch "eingespart". Dies entspricht aber nur 5% der gegenwärtigen Flugbewegungen. Die Verkehrsprognosen, die in Zusammenhang mit dem Ausbau erarbeitet werden, haben diesen Verlagerungseffekt bereits berücksichtigt. Insgesamt werden in absehbarer Zeit 120 Flugbewegungen pro Stunde bzw. 657.000 Flugbewegungen pro Jahr benötigt. Diese Zielwerte sind nur zu erreichen, wenn die Kapazität von FRA um rund die Hälfte erhöht wird.

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