Große Flughäfen sind heute mehr denn je ökonomische Kraftzentren, die auch nach Außen hin in ihr näheres und weiteres wirtschaftliches Umfeld beleben. Das gilt auch im Hinblick auf den Arbeitsmarkt. Prosperierende Airports schaffen nicht nur neue Arbeitsplätze am Flughafen, sondern darüber hinaus auch in der Region, in der sie angesiedelt sind. Wirtschaftswissenschaftler und Arbeitsmarktforscher sprechen deshalb von einem „Multiplikator-Effekt“: Mit jedem Arbeitsplatz am Flughafen wird auch ein weiterer – oder sogar mehrere – Arbeitsplätze außerhalb geschaffen.
Einkommens- und Beschäftigungseffekte
In einer Studie, die im Rahmen des Raumordnungsverfahrens zum Flughafenausbau erstellt und inzwischen aktualisiert wurde, haben die Gutachter Prof. Rürup und Prof. Hujer untersucht, inwieweit Arbeitsplätze am Flughafen weitere Arbeitsplätze in der Region und in Deutschland nach sich ziehen. Dieser sogenannte Multiplikator-Effekt liegt danach für die Beschäftigten in der engeren Region (Regierungsbezirk Darmstadt) für das Jahr 2006 bei 1:1,08. Jeder Arbeitsplatz am Flughafen Frankfurt schafft also mehr als einen neuen Arbeitsplatz im näheren Umland. Auf ganz Deutschland bezogen, liegt diese Rate sogar noch höher: In diesem Fall generiert ein Arbeitsplatz auf FRA 1,73 nationale Arbeitsplätze, die ohne unseren Flughafen nicht vorhanden wären.
Im Gutachten ist dieser Zusammenhang auch auf die mit den Arbeitsplätzen verbundenen Einkommenseffekte hin untersucht worden. Das statistische Verhältnis beläuft sich hier auf 1:1,20 (Region) bzw. 1:2,14 (Deutschland).
Die sogenannten katalytischen Einkommens- und Beschäftigungseffekte, die aufgrund der leistungsfähigen Luftverkehrsanbindung durch den Flughafen Frankfurt Main als Standortfaktor generiert werden, sind bei den oben genannten Multiplikatorwerten noch nicht mit berücksichtigt.