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Ausbau Fluglärmentwicklung

Ausbau Fluglärmentwicklung

Ausbau und Fluglärmentwicklung

Fluglärm ist das größte Umweltproblem von Flughäfen. Das gilt auch für den Flughafen Frankfurt Main, der in einem dicht bevölkerten Ballungsraum liegt und durch ein hohes Verkehrsaufkommen charakterisiert ist.

Die Fraport AG räumt der Bekämpfung des Fluglärms höchste Priorität ein. Dabei darf nicht übersehen werden, dass wir als Flughafen-Betreiberin die Fluglärmbelastung lediglich indirekt beeinflussen können: Die Flugzeuge sind Eigentum der Airlines, und die Flugrouten werden durch die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH festgelegt . Auch die Zuteilung der Starts und Landungen am Flughafen (Slots) erfolgt nicht etwa durch die Flughafengesellschaft, sondern durch den staatlich bestellten Flughafenkoordinator. Gleichwohl wird der Flughafen und damit in erster Linie seine Betreibergesellschaft für die Fluglärmbelastung der Region verantwortlich gemacht.

Zielführend zur Eindämmung der Fluglärmbelastung ist ein integriertes Fluglärm-Management, das alle am Luftverkehr Beteiligten mit einbezieht.

Die zukünftige Entwicklung der Lärmbelastung, die sich durch den Ausbau ergeben wird, ist ein zentrales Thema für alle Beteiligten.

Fluglärm-Management

Ausbau der Fluglärmüberwachungsanlage

Mit unserem Fluglärmüberwachungssystem  und unserer Entgeltpolitik (d.h. lärmabhängige Landeentgelte) tragen wir zum aktiven Lärmschutz im Rahmen eines integrierten Fluglärmmanagements bei, an dem u.a. die Airlines und die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH beteiligt sind. Zusätzlich haben wir ein Programm zum passiven Schallschutz aufgelegt, das im Abschnitt Region beschrieben wird.

Parallel zum Ausbau des Flughafens werden Messstellen der Fluglärmüberwachungsanlage im Umfeld der neuen Landebahn installiert. Diese sollen die Geräuscheinwirkungen in diesem Bereich kontinuierlich aufnehmen. Die Daten der Fluglärmüberwachungsanlage werden auch künftig  der Aufsichtsbehörde (HMWVL), der Fluglärmkommission und dem Fluglärmschutzbeauftragten dazu dienen, die Entwicklung des Fluglärms in den Nachbargemeinden sowie den Verlauf und die Einhaltung lärmoptimierter An- und Abflugrouten genau zu überwachen und mögliche Lärmsünder schnell und sicher zu identifizieren.

Eine zeitnahe Auswertung der Daten unseres Fluglärmerfassungssystems wird regelmäßig im Internet und im Fluglärmreport publiziert.

Erwartete Lärmentwicklung

In den umfangreichen Lärmgutachten, die im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zum Flughafenausbau erarbeitet und eingereicht wurden, werden drei Lärmszenarien rechnerisch ermittelt: Der sog. "Istfall 2000" (heutige Lärmsituation), der "Prognosenullfall" (Lärmsituation in 2015 ohne Ausbau) sowie der "Planungsfall" (Lärmsituation in 2015 mit Ausbau).

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWVL) forderte im Dezember 2005 die Luftverkehrsprognose zu aktualisieren und mindestens auf den Planungshorizont auf das Jahr 2020 in Blick zu nehmen. Entsprechend wurden die Auswirkungsbetrachtungen an etwaige neue Prognoseergebnisse angepasst. In den aktualisierten Lärmgutachten werden die drei Szenarien "Istfall 2005" (heutige Lärmsituation), der "Prognosenullfall" (Lärmsituation in 2020 ohne Ausbau) sowie der "Planungsfall" (Lärmsituation in 2020 mit Ausbau) betrachtet.

Für die beiden Planungshorizonte 2015 und 2020 zeigt sich:

Sowohl im Prognosenullfall als auch im Planungsfall ist gegenüber dem Istfall ein Zuwachs der Fluglärmbelastung in Gebieten der Abflugstrecken nach Süden zu erwarten. Der Bau der Landebahn nordwestlich des Flughafengeländes führt außerdem in den Gebieten, über die die neuen Anflugstrecken bei West- bez. Ostbetrieb geführt werden, erwartungsgemäß zu einer Erhöhung der Lärmbelastung. Dem gegenüber ergeben sich im Bereich der Nordwestabflugrouten (Hochheim, Wicker) durch Streckenverlagerung Entlastungen.

Vorschläge zu Gegenmaßnahmen

Als wirksame Gegenmaßnahmen zur Verminderung und Vermeidung des Fluglärms verfolgt die Fraport AG ein ganzes Bündel von Maßnahmen, die bereits in der Vergangenheit eingeleitet und in Zukunft weiter verfeinert werden:

  • Einsatz immer lärmärmerer Flugzeugmuster ( > Airlines)

Moderne Flugzeuge sind geräuschärmer. Fraport hat also ein Interesse daran, dass die Luftverkehrsgesellschaften in FRA möglichst neue Flugzeugtypen einsetzen.

Jedes Flugzeug, das in FRA landet, muss dafür an die Fraport AG ein Entgelt entrichten. Unser "Tarifsystem" bevorzugt leise Maschinen und bestraft die "Krachmacher".

  • Unterstützung Intermodalität ( > Fraport AG, Deutsche Bahn AG, Airlines)

FRA ist weltweit der Großflughafen, die am besten an das Schienen- und Straßennetz angeschlossen ist. Wir fördern die Intermodalität des Verkehrshafens Frankfurt durch umfangreiche Investitionen und Programme.

  • Lärmoptimierte An- und Abflugrouten ( > DFS, Fluglärmkommission)

Die Festlegung der Flugrouten erfolgt durch die Deutsche Flugsicherung GmbH (DFS). Sie konsultiert hierzu die "Kommission zur Abwehr des Fluglärms am Flughafen Frankfurt Main" (Fluglärmkommission), die u.a. mit Vertretern der Kommunen unseres Umlands besetzt sind.

Hierzu zählt unser Schallschutzprogramm, das im Abschnitt Region beschrieben wird.

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