Das Casa-Programm soll vorzugsweise jenen Eigentümern zu Gute kommen, die bereits vor der Ausbauplanung (Stichtag 10. Juni 2002) eine Wohnimmobilie im Anflugbereich der neuen Landebahn Nordwest erworben oder errichtet haben. Da diese Eigentümer ursprünglich nicht wissen konnten, dass ihr Grundstück in Zukunft im Bereich einer Einflugschneise mit niedriger Überflughöhe liegen würde, hat sich die Fraport AG entschlossen, ihnen auf rein freiwilliger Basis einen finanziellen Ausgleich oder in einer definierten Kernzone den Ankauf ihrer Wohnimmobilie anzubieten.
Der Stichtag 10. Juni 2002 wurde festgelegt, weil zu diesem Datum die Landesplanerische Beurteilung veröffentlicht wurde, in der die Landebahn Nordwest gegenüber den anderen Alternativen als vorzugswürdig erklärt wurde. Der Vergleich der ursprünglich drei Ausbauvarianten hatte erbracht, dass vorrangig die Variante Nordwest (Kelsterbach) „mit den Erfordernissen der Raumordnung in Einklang gebracht werden kann“. Die Nordwest-Variante ist am wenigsten umweltbelastend.
Diese hierdurch betroffenen Eigentümer genießen einen Vertrauensschutz. Die entsprechenden Areale liegen in Flörsheim sowie eine geringe Anzahl in Kelsterbach. Darüber hinaus wird aber auch Eigentümern, die in Kenntnis der neuen Landebahn eine Wohnimmobilie erworben oder errichtet haben (nach dem Stichtag 10. Juni 2002) sowie jenen, deren Wohnimmobilie bereits heute besonders niedrig überflogen wird, die Möglichkeit eines finanziellen Ausgleichs angeboten. Letzteres ist in Raunheim der Fall.